Von Kontinentaleuropa nach England

In der bisher umfangreichsten Studie zur Populationsgeschichte im frühen Mittelalter hat ein interdisziplinäres Team von Genetikern und Archäologen unter der Leitung des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der University of Central Lancashire die Überreste und das Erbgut von über 400 Individuen aus dem damaligen Großbritannien, sowie Irland, Deutschland, Dänemark und den Niederlanden untersucht. Anhand der Ergebnisse ist es den Forschenden nun gelungen, eine der größten Bevölkerungsumwälzungen der nachrömischen Zeit detailliert zu beschreiben. […] weiter

Alte DNA beleuchtet Ursprünge der Awaren

Weniger bekannt als Attilas Hunnen waren die Awaren, deren erfolgreichere Nachfolger. Sie beherrschten fast 250 Jahre lang weite Teile Mittel- und Osteuropas. Als belegt gilt, dass sie im sechsten Jahrhundert unserer Zeit aus Zentralasien kamen, doch ihre Herkunft blieb antiken Autoren und modernen Historikern gleichermaßen ein Rätsel. Nun hat ein multidisziplinäres Forschungsteam bestehend aus Genetikern, Archäologen und Historikern die ersten alten Genome aus den bedeutendsten Stätten der Awaren-Elite aus dem heutigen Ungarn untersucht. Die Studie verortet den genetischen Ursprung der Awaren-Elite in einer weit entfernten Region Ost-Zentralasiens und liefert direkte genetische Belege für eine der größten und schnellsten Fernmigrationen der frühen Menschheitsgeschichte. […] weiter

Falsche Behauptungen über „kannibalische Kariben“

Die SFU-Archäologin Christina Giovas und ihre Kollegen prangern in einem in der Zeitschrift Nature's Scientific Reports veröffentlichten Artikel offiziell an, was sie als unbegründete und schädliche Behauptungen über die Einwanderung kannibalischer Kariben in die Karibik bezeichnen. […] weiter