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Wasser Macht Identität

21. September 2022 29. Januar 2023

Römischer Wasserahn, 2./3. Jh. n. Chr., Sammlung Nassauischer Altertümer.

Im Rahmen des „Wiesbadener Jahrs des Wassers“ 2022 beleuchtet die Sonderausstellung „Wasser Macht Identität“ im sam – Stadtmuseum am Markt – die kulturhistorische Seite der Wiesbadener Badetradition. Schwerpunkte bilden ihre Anfänge zur Römerzeit sowie ihre Rezeption um 1900, als die sogenannte „Weltkurstadt“ ihre zweite Blütezeit erlebte. Zu sehen ist die Ausstellung vom 21. September 2022 bis zum 29. Januar 2023. Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm.

Dank ihrer heißen Quellen ist Wiesbaden die einzige Stadt im heutigen Bundesland Hessen, die seit der Antike bis heute durchgehend besiedelt ist. Damit ist sie die älteste Stadt Hessens und gemeinsam mit Aachen die erste Bäderstadt Deutschlands!

Das natürlich heiße Wasser im heutigen Wiesbaden wurde wahrscheinlich schon seit der jüngeren Altsteinzeit vor rund 25.000 Jahren genutzt. Kurz nach Ankunft römischer Truppen am Rhein erfuhr die Region ab 6/15 nach Christus ihre erste Blütezeit. Für die Badekultur und religiösen Kulte der Römer waren die heißen Quellen Wiesbadens sehr bedeutsam, sodass die Stadt unter dem Namen „Aquae Mattiacorum“ überregional bekannt wurde.

Im heutigen Innenstadtbereich entstanden schon bald römische Badeanlagen, die bis nach Rom bekannt wurden. Antike Schriftsteller berichten von den heißen Wassern in „Aquae Mattiacorum“ und dass der dort gewonnene Quellsinter bis in die Hauptstadt des Imperiums verhandelt wurde. Römische Frauen nutzten ihn, um sich die Haare zu färben. Römische Grab- und Weihesteine bezeugen die kulturelle Vielfalt, die damals im römischen Wiesbaden herrschte.

Die „Wiederentdeckung der Antike“ um 1900 zeigt als Brückenschlag in die Neuzeit, welche Bedeutung Wiesbaden seiner römischen (Bade-)Tradition beimaß, wie sich dies im öffentlichen Bewusstsein und schließlich im Stadtbild ausdrückte. So wurde Wilhelm II. bei seinen Besuchen in Wiesbaden mit dem Schriftzug „SALVE IMPERATOR“ („Sei gegrüßt, Kaiser“) begrüßt und die als „Heidenmauer“ bezeichnete römische Stadtmauer 1902 zeittypisch instandgesetzt. Antike Thermen bildeten auch das Vorbild für das von 1910 bis 1913 im Jugendstil errichtete Kaiser-Friedrich-Bad.

Gezeigt werden eigene Objekte der bedeutenden Sammlung Nassauischer Altertümer (SNA), die sich im Besitz der Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden befindet, sowie außergewöhnliche Leihgaben.

Zum Begleitprogramm gelangen Sie hier.

https://www.wiesbaden.de/microsite/sam/ausstellungen/content/wasser-macht-identitaet.php#

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