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Staub & Seide

16. Dezember 2021 / 10:00 3. Mai 2022 / 18:00

Die Ausstellung „Staub & Seide. Steppen- und Seidenstraßen“ lädt zu einer vielschichtigen Spurensuche durch Geschichte und Gegenwart ein und fragt nach den Verbindungen der historischen Routen mit der „Neuen Seidenstraße“.

Blick in die Ausstellung "Staub & Seide". Zu sehen sind mehrere Mäntel in unterschiedlicher Größe und Farben, die in der Raummitte platziert sind. Sie sind leicht versetzt hintereinander auf Kleiderständern montiert und können von drei Seiten besichtigt werden.
Blick in die Ausstellung (© KHM-Museumsverband).



Stoffe und Ikat-Webereien aus Seide, Tee und „Wilde Äpfel“ gelangten einst auf den mythenumwobenen historischen Handelsrouten, die schon Marco Polo bereiste, nach Europa. Doch eine Seidenstraße hat es nie gegeben. Weder damals noch heute handelt es sich um eine einzelne Straße oder nur um Seide als einziges Transportgut. Vielmehr war und ist es ein loses, sich veränderndes Geflecht aus Land- und Seerouten, das China mit Europa und anderen Weltgegenden verbindet.

Der Begriff „Seidenstraßen“ wurde 1877 erstmals vom deutschen Geografen Ferdinand von Richthofen verwendet. Auf den Wegen durch die Steppen und Wüsten zwischen Asien und Europa
bewegten sich neben Seide Güter wie Tee, Gold, Jade, Porzellan und Pferde. Aber auch Waffen, Musikinstrumente, Goldene Pfirsiche, Wildäpfel und Gewürze sowie Ideen, Religionen, Kunst, Träume, Wissen, Krankheiten, Konflikte und Staub.

Auch heute geht es um Kontakte, Bewegung und Transport, wenn auch mit anderer Geschwindigkeit und neuen Waren. Großangelegte Infrastrukturprojekte prägen die Regionen der Steppen- und Seidenstraßen und fördern nicht nur Staub, sondern auch Rohstoffe an die Oberfläche. In Europa wird vielfach die Bezeichnung „Neue Seidenstraße“ für das von China geplante weltumspannende Infrastrukturnetz der „Belt & Road Initiative“ verwendet.

In der Ausstellung werden diese Bewegungen und die Beziehungen zwischen Asien und Europa nachvollzogen und neue Verbindungen zwischen Themen und Orten hergestellt. Die Exponate spiegeln dabei auch die Interessen der Reisenden, die sie nach Europa gebracht haben.

Zu sehen sind über 200 historische Objekte, Kunstwerke und Fotografien, die in Gegenüberstellung mit aktuellen künstlerischen Perspektiven und rezenten Forschungsdokumentationen betrachtet werden. Zu den Exponaten zählen herausragende Sammlungsstücke des Weltmuseums Wien sowie zahlreiche Leihgaben aus nationalen und internationalen Museen und Sammlungen und Werke zeitgenössischer Künstler*innen.

Die Ausstellung entstand in Kooperation des Weltmuseums Wien mit dem Museum am Rothenbaum (MARKK) in Hamburg, wo die Schau von 12. Dezember 2020 bis 7. November 2021 zu sehen war, sowie dem Forschungsprojekt „Dispersed & Connected“ (Projektdirektorin und Kuratorin Maria-Katharina Lang/ÖAW), gefördert durch den Fond zur Förderung wissenschaftlicher Forschung im Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste (FWF/PEEK-AR 394-G24).

Weltmuseum Wien

Heldenplatz
Wien, 1010 Österreich

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