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Aus der Ferne in die Heimat. Hessische Sammlernetzwerke von Objekten aus kolonialen Kontexten

November 25 / 9:00 16:30

Tagung des Verbundnetzwerkes hessischer Sammlungen und Museen zu Umgang mit und Veröffentlichung von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten.

Objekt aus Knochen oder Elfenbein, in das Symbole geritzt sind
Orakelkalender aus Sumatra. (Foto: Museum Wiesbaden / Stefan Schmitt)

Im Zuge der europäischen Expansionspolitik am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangten vielfältige Objekte in den Besitz heimatlicher Sammlungen. Während Beispiele dafür existieren, dass Objekte dabei gezielt von Institutionen gesucht und erworben wurden, gelangten die meisten Dinge über ein oder mehrere Zwischenstationen und im Rahmen weit verzweigter Netzwerke an die Orte, an denen sie sich heute noch befinden. Daher fußt die ethnologische Provenienzforschung in vielen Fällen nicht auf der eindeutigen Analyse des Objektes, sondern der damit verbundenen biographischen Kontexte.

Diesem Phänomen möchte sich die geplante Tagung des „Verbundnetzwerkes hessischer Sammlungen und Museen zum Umgang und zur Veröffentlichung von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ zuwenden. Am 25. November 2022 sollen im Rahmen einer eintägigen Tagung Beispiele für Sammlernetzwerke hessischer Personen und Institutionen vorgestellt werden, die zwar für sich sicherlich exemplarische Einzelfälle sind, in ihrer Gesamtheit jedoch ein miteinander verknüpftes Netzwerk von parallel agierenden Akteuren repräsentieren.

Das Verbundnetzwerk hessischer Sammlungen und Museen zum Umgang mit und zur Veröffentlichung von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten wurde 2021 auf Bestreben des hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst eingerichtet und wird koordiniert vom Museum Wiesbaden, dem Hessischen Landesmuseum für Kunst und Natur.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Museum Wiesbaden

Friedrich-Ebert-Allee 2
65185 Wiesbaden, Deutschland