Die Olympischen Spiele in der Antike

Anmerkungen

[1] Pind. Pyth. 8, 85−87.

[2] Es handelt sich um die Nike des Bild­hauers Paionios. Die Inschrift auf der Basis besagt, dass sie von den Bürgern von Messene und Naupaktos nach einem nicht genannten Sieg geweiht wurde, aber Pausanias (5, 26, 1) berichtet, dass nach Ansicht der Messenier der Anlass der Weihung die Schlacht von Sphakteria war.

[3] Pind. 0l. 10, 23 (Gesetze des Zeus).

[4] Philostr. Apoll. Ty. 5, 43.

[5] Paus. 5, 20, 1: „[…] der Diskos des lphitos aber enthält den Festfrieden, den die Eleer aus Anlaß der Olympien verkünden, und zwar nicht in geraden Zeilen geschrieben, sondern die Buchstaben laufen im Kreis um den Diskos herum.“ Übersetzung: E. Meyer.

[6] Der von Pierre de Coubertin verfasste Olympische Eid wurde erstmals bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen geleistet. Der Eid der Kampfrichter wurde erstmals bei den Olympischen Winterspie­len 1972 in Sapporo abgelegt: „Im Namen aller Kampfrichter und Offiziellen gelobe ich, dass wir unsere Aufgabe bei diesen Olympischen Spielen in voller Unparteilich­keit wahrnehmen werden, die Bestimmungen achtend, die sie lenken und leiten, und getreu den Prinzipien echten sportlichen Geistes.“ Der Eid der Trainer ist neu, denn er wurde erstmals bei den Olympischen Spielen 2012 in London abgelegt: „Im Namen aller Trainer und anderer Mitglieder des Athletenkreises gelobe ich, dass wir uns bemühen werden, dafür zu sorgen, dass der Geist der Sportlichkeit und des Fairplay in Übereinstimmung mit den Grundprinzipien der Olympischen Spiele voll respektiert und akzeptiert wird.“

[7] Paus. 5, 21, 2−4.

[8] „Agathos Daimon, der auch ‚Kamel‘ genannt wurde, aus Alexandria, ein Boxer der Männerklasse und Nemeensieger, starb hier (= in Olympia) während seines Boxkampfes im Stadion, nachdem er Zeus um den Sie­geskranz oder den Tod angefleht hatte, mit 35 Jahren; lebe wohl.“ Text und Über­setzung: P. SIEWERT / H. TAEUBER (Hrsg.), Neue Inschriften von Olympia. Die ab 1896 veröffentlichten Texte (2013) 118 Nr. 69.

[9] Ael. var. hist. 10, 19: „Eurydamos aus Cyrene erhielt zwar in dem Faustkampfe den Sieg; doch waren ihm von dem Gegner die Zähne ausgeschlagen worden, die er aber ver­schluckte, um diesen Umstand jenem nicht merken zu lassen.“ Übersetzung: J.H.F. Meineke.

[10] Die Geschichte wird erzählt von Pausanias 8, 40, 3−5: „(4) Damoxenes aber forderte den Kreugas auf, die Hände emporzuhalten, und als er sie emporhielt, schlug er ihn mit den ausgestreckten Fingern in die Seite, stieß mit der Spitze der Nägel und dank der Kraft des Schlages in den Leib, ergriff die Eingeweide und riß sie heraus. (5) Kreugas aber gab sogleich seinen Geist auf; den Damoxenos aber jagten die Argiver davon, weit er die Absprache übertreten und statt einem Schlag mehrere geführt hatte; dem Kreugas aber erkannten sie nach seinem Tode den Sieg zu und stellten sein Bild in Argos auf. Und bis heute befindet sich dieses im Bezirk des Apollon Lykios.“ Übersetzung: E. Meyer. Aufgrund dieser Quelle stellte Antonio Canova zwischen 1795 und 1801 die beiden Athleten in einer Gruppe dar, die heute im Cortile Ottagono dei Musei Vaticani ausgestellt sind (Kreugas, Inv. Nr. 968; Damoxenos, Inv. Nr. 970). Ausstellungs­katalog Antonio Canova (1992) 278−279 Nr. 131; 274 Nr. 130.

[11] Archäologisches Museum Olympia L 191. IvO Nr. 717.

[12] Paus. 6, 4, 3−4: „Neben Sostratos ist ein Ringkämpfer Leontiskos dargestellt, aus Sizilien stammend, und zwar von Messene an der Meerenge. Er soll von den Amphiktyonen und zweimal von den Eleern bekränzt worden sein und den Ringkampf ebenso ausgeübt haben wie der Sikyonier Sostratos das Pankration. Denn auch Leontiskos habe die Ringer nicht zu Boden zu werfen ver­mocht und durch Fingerbrechen gesiegt. Die Statue machte Pythagoras aus Rhegion, der ein guter Bildhauer war wie nur irgendeiner.“ Übersetzung: E. Meyer.

[13] Pind. Pyth. 5, 45−51.

[14] Paus. 6, 20, 14.

[15] Paus. 3, 8, 1; 3, 15, 1; 6, 1, 6.

[16] Inschrift auf Rundbasis aus schwarzem Kalkstein, Olympia, Archäologisches Museum Olympia L 529, 4. Jh. v. Chr. Text: Inschriften von Olympia 160. Über­setzung: J. EBERT, Griechische Epigramme auf Sieger an gymnischen und hippischen Agonen (1972) 110 Nr. 33.

[17] luv. 10, 356.

[18] In München, Katharina-von-Bora-Straße 10, wo sich heute das Archäolo­gische Institut und die Gipssammlung befinden, wurde 1921 eine Kopie des Doryphoros des Polyklet zum Gedenken an die gefallenen LMU-Mitglieder des ersten Weltkrieges im Lichthof aufgestellt. Die Statue wurde 1944 zerstört, 1958 aber nach alten Modellvorlagen erneut in Bronze gegossen und befindet sich seitdem wieder an ihrem alten Platz – ohne den Speer und mit einer neuen Gedenktafel für die Gefallenen dreier Kriege (1870, 1. und 2. Weltkrieg). Vgl. R. M. SCHNEIDER, Polyklet. Forschungsbericht und Antiken­rezeption. Polyklet zwischen Winckelmann und Furtwängler. Ein Forschungsbericht, in: Polyklet. Der Bildhauer der griechi­schen Klassik. Ausstellung im Liebieghaus Museum alter Plastik Frankfurt a. M. 17.10.1990−20.1.1991 (1990) 473−504.

[19] Hdt. 6, 105−106. Bei Paus. I, 28, 4 und 8, 54, 6 heißt er Philippides.

[20] Iulius Africanus bei  Euseb. chron. I 206.

[21] Paus. 6, 5, 1−10.

[22] Paus. 6, 14, 8. Vgl. Strab.  6, 1, 10 (263).

[23] „Wir paraphrasieren ein berühmtes Wort aus Plutarch (45−127 v. Chr.): ‚Der große Pan ist tot‘ (Ὁ μέγας Πὰν τέθνηκεν).“ Das Thema wurde von einem Nobelpreisträger poetisch aufgegriffen: G. SEFERIS, Alles voller Götter. Essays. Herausgegeben, aus dem Griechischen übersetzt und mit einem Nachwort ver­sehen von Asteris Kutulas (1990).

[24] Vgl. E. R. DODDS, Heiden und Christen in einem Zeitalter der Angst. Aspekte religiöser Erfahrung von Mark Aurel bis Konstantin (1992).

[25] Moses von Choren (5. Jh. n. Chr.), Ge­schichte Armeniens 3,40.

[26] Ch. WALLNER, Die Olympioniken des 4. Jahrhunderts n. Chr. Bemerkun­gen zur Bronzeplatte von Olympia, in: Antike Lebenswelten. Konstanz, Wandel, Wirkungsmacht. Festschrift für Ingomar Weiler zum 70. Geburtstag (2008) 87−95.

[27] Für Iustinianus war die einzig zulässige Gewalt die seiner Soldaten, der milites Christi, die für die Verteidigung des Christentums kämpften. Seine religiösen Prinzipien hinderten den Kaiser jedoch nicht daran, Theodora zu heiraten, eine schöne und verführerische Tänzerin, die in den Mosaiken von Ravenna streng und majestätisch erscheint.

[28] Dion. Hal. orat. vet. 29.

[29] Lys. 33. 1−3. Übersetzung: Ingeborg Huber.

[30] Isokr. or. 4, 179−184. Übersetzung: Ch. Ley-Hutton.

[31] Der französisch-preußische Krieg war der größte Konflikt in Europa zwischen den Napoleonischen Kriegen und dem 1. Weltkrieg und endete mit dem Sieg Preußens. Die wichtigste Folge war die Gründung des Deutschen Reiches, das ab da eine dominierende Rolle spielte.

[32] La Revue de Paris 1 (Mai−Juni; 1894) 170−184. An diesem ersten Olympischen Kongress nahmen 2000 Personen teil, darunter 79 Botschafter aus der ganzen Welt.