Wie die Maus das Haus eroberte

Genauso wie der Mensch, ist auch die Hausmaus (Mus musculus sp.) überall auf der Welt zu finden und damit die invasivste Nagetierart. Eine internationale Studie, an der acht Länder beteiligt sind und die von Thomas Cucchi vom Labor für «Archézoologie, archéobotanique: sociétés, practiques et environnements» (CNRS/Muséum national d’Histoire naturelle) geleitet wird, zeigt, wie menschliche Aktivitäten die Entstehung und Verbreitung dieses Tieres in den letzten 20.000 Jahren begünstit haben – vom Nahen Osten bis noch Europa vor 4.000 Jahren.

Um die Geschichte der biologischen Invasion der Hausmaus zu rekonstruieren, analysierten die Forscher mehr als 800 Überreste von 43 archäologischen Stätten. Die Studie, die am 19. Mai 2020 im Scientific Reports veröffentlicht wurde, zeigt auch, dass die Daten der Verbreitung in Europa mit dem ersten Auftreten von Hauskatzen auf dem Kontinent zusammenfallen, was darauf hindeutet, dass die Einführung dieses Raubtieres möglicherweise durch die Notwendigkeit motiviert war, die Mauspopulationen zu kontrollieren, um die Getreide- und Nahrungsvorräte zu schützen.

Die Bilder entstanden während den Ausgrabungen unter der Leitung von Jean-Denis Vigne, von dem Labor für « Archézoologie, archéobotanique: sociétés, practiques et environnements» (CNRS/Muséum national d’Histoire naturelle), und François Briois, von dem Labor für «Travaux de recherches archéologiques sur les cultures, les espaces et les sociétés» (CNRS/Université Toulouse – Jean Jaurès/Ministère de la Culture)


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